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Kirche Altfriedland   Kirche Altfriedland

In Rubrik:
Denkmäler, Gebäude

Gemeinsam mit den Rüdersdorfer Besitzungen des Klosters Zinna bildeten die Ländereien der Friedländer Nonnen eine durchgehende Linie entlang der Flüsse Löcknitz und Stobberow von der Spree bis zum Oderbruch. Der Name Vredelant - befriedetes Land - kann in diesem Sinne gewissermaßen als Absichtserklärung verstanden werden.

Der Besitz, überwiegend aus adligen Schenkungen, umfaßte schließlich zehn Dörfer und 20 Einzelgüter. Man unterhielt Mühlen, bewirtschaftete Fischteiche sowie Weinberge. Zehn Kirchenpatronate, darunter die Liebfrauenkirche zu Wriezen und die in spätromantischem Stil erbaute Friedenskirche in Ringenwalde, gehörten zum Kloster.

Die Einführung der Reformation machte dem Klosterleben ein Ende. Schon 1540 mußten die Nonnen die neue kurfürstliche Kirchenordnung annehmen. 1564 wurde das Kloster verkauft, die letzten sechs Zisterzienser zogen am 22. Dezember 1568 aus.

Die erhalten gebliebenen Reste des in hochgotischen Formen erbauten Refektoriums (Speisesaals) lassen noch heute erahnen, welche Bauästhetik das Kloster einst ausstrahlte und wie wohltuend schön es sich einst in die Landschaft angepasst haben muß.

Als 1733 die Kirche im 'Städtchen Friedland' wegen Altersschwäche einzufallen drohte, entschloß man sich, die leerstehende Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert wieder instand zu setzen. Die Feldsteinkirche ist später um einen backsteinernen Turm ergänzt worden. Der Schinkelsche Entwurf von 1814 kam nicht zur Ausführung. der jetzige Turm stammt aus dem Jahr 1864.

Die Geschichte des Klosters ist in Kurzform am Ostgiebel eingearbeitet.

 
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